Habü-Gebäude im Viertel – Eigentümer in die Pflicht nehmen!
Der Gehweg vor dem leerstehenden Habü-Gebäude im Bremer Steintorviertel musste von der Polizei abgesperrt werden, weil der Putz von der Fassade herabstürzt und eine Gefahr für Passant*innen darstellt.
Dazu erklärt Sofia Leonidakis, Vorsitzende der Fraktion Die Linke und baupolitische Sprecherin: „Es ist völlig unverständlich, wie es so weit kommen kann, dass Gebäude über Jahre vor sich hin bröckeln, bis Passant*innen von herabfallenden Teilen gefährdet werden. Angesichts der Wohnungskrise ist jahrelanger Leerstand nicht nur rechtswidrig und fahrlässig, sondern auch ein Sicherheitsrisiko. Dass so etwas mitten in der Stadt und unter behördlicher Beobachtung passieren kann, ist nicht hinnehmbar.“
Leonidakis weiter: „Es gibt kein Recht auf jahrelangen Leerstand und Verfall. Jetzt müssen Bußgelder und Instandsetzungsgebote konsequent verhängt werden. Auch die Kosten für die Sperrung des Gehweges müssen der Eigentümerin in Rechnung gestellt werden. Es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit auch noch für die Folgen krasser Immobilienvernachlässigung aufkommt. Wir können uns solche Problemeigentümer nicht mehr leisten. Die Stadtteile leiden unter Verwahrlosung, gleichzeitig fehlt dringend benötigter Wohnraum. Wer seine Immobilie derart fahrlässig verfallen lässt, gefährdet die Nachbarschaft, die Öffentlichkeit und das Wohnungsangebot. Wenn sich weiter nichts bewegt, ist auch das Habü-Gebäude ein Fall für eine Sanierung unter Treuhandverwaltung oder eine Enteignung.“

