Mehr Sozialwohnungen für Bremen gegen die Mietenkatastrophe!
Der Senat hat gestern ein neues Landeswohnraumförderprogramm beschlossen. Für den Neubau und die Modernisierung von Sozialwohnungen werden 140 Millionen für die Programmlaufzeit von 2026 bis 2030 bereitgestellt.
Dazu erklärt Sofia Leonidakis, Vorsitzende und baupolitische Sprecherin der Bremer Fraktion Die Linke:
„Diese Rekordsumme für den sozialen Wohnungsbau ist angesichts der Wohnungskrise dringend nötig! Bezahlbarer Wohnraum wird immer schwieriger zu finden, deshalb ist es richtig, dass mehr Sozialwohnungen gebaut und bestehende Sozialbindungen gesichert werden. Neu hinzu kommt ein Zuschlag für den Bau von Sozialwohnungen in teuren Lagen, der auf unsere Initiative zurückgeht. So schaffen wir preiswerten Wohnraum auch in begehrten Lagen, in denen es kaum Sozialwohnungen gibt und den sich sonst nur Menschen mit hohem Einkommen leisten können. Mit diesem Grundstücksausgleich wirken wir einer sozialen Spaltung entgegen, das begrüßen wir sehr!“
Kritisch merkt Leonidakis jedoch an: „Die Schaffung von rund 600 Sozialwohnungen klingt gut und ist es auch – reichen tut das aber bei weitem nicht. Wir brauchen auch mehr Azubi- und Studierendenwohnheime, mehr Ressourcen für die Rekommunalisierung von Problemimmobilien sowie mehr Aktivierung von Leerständen. In Bremen stehen fast 10.000 Wohnungen leer. Da müssen wir ran! Um Immobilien schneller wieder instand zu setzen und bewohnbar zu machen, braucht es endlich die Möglichkeit einer Treuhandverwaltung. Gleichzeitig müssen wir auch die Potentiale im Bestand und an bestehenden Baulücken für den Bau von Sozialwohnungen nutzen.“
Leonidakis abschließend: „Das neue Wohnraumförderprogramm bringt uns einen deutlichen Schritt vorwärts. Denn ohne diese öffentliche Förderung – die Bereitstellung von Zuschüssen und zinslosen Darlehen – würde kaum noch bezahlbarer Wohnraum gebaut. Die private Bauwirtschaft hält sich da gerade sehr zurück. Deshalb sollten wir wieder verstärkt auf kommunalen, sozialen Wohnungsbau setzen, damit dauerhaft bezahlbare Wohnungen entstehen und nicht am Ende mit Steuergeld privates Vermögen aufgebaut wird.“

