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Unsere Strategie für die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie

Pressekonferenz

An diesem Donnerstag hat die Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft ihre wirtschaftliche Strategie für die Zeit nach der Corona-Pandemie vorgestellt.

Sofia Leonidakis, Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, dazu: „Wir müssen uns jetzt mit dem Danach beschäftigen. Denn gerade in der Phase der wirtschaftlichen Erholung werden die Karten erfahrungsgemäß neu gemischt. Es entscheidet sich, wer ökonomisch auf- und wer absteigt. Wir wollen genau hier aktiv die Weichen stellen und dafür sorgen, dass insbesondere die bisherigen ‚Verlierer:innen‛ der Krise endlich profitieren. Wir werden nicht zulassen, dass Frauen und vor allem Alleinerziehende, Pflegekräfte, Geringverdiener:innen, Soloselbstständige, Künstler:innen und nicht zuletzt Migrant:innen abgehängt werden! Für die Quartiere fordern wir, dass fünf Prozent der langfristigen Projektmittel im Bremen-Fonds für Projekte der Stadtteile reserviert werden. Und wir setzen uns dafür ein, dass die Benachteiligung von Migrant:innen auf dem Arbeitsmarkt stärker bekämpft wird.“

Maja Tegeler, frauen*- und queerpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, ergänzt: „Frauen* und queere Menschen hat diese Pandemie härter getroffen als Männer. Schließlich sind sie es, die häufiger als Männer in der Pflege arbeiten, prekär beschäftigt sowie alleinerziehend sind und dazu noch den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit stemmen. Weil das Geschlecht so eine enorme Rolle auch in dieser Krise spielt, muss es erst recht in den Mittelpunkt unserer Konjunkturpolitik rücken. Dafür müssen wir Frauen* bei der Kinderbetreuung und der Pflege von Angehörigen weiter entlasten sowie bei der Qualifizierung zielgerichteter fördern. Ein geschlechtergerechter Aufschwung darf sich nicht nur um die traditionellen Industrien drehen, sondern muss auch Nahrungs- und Gesundheitswirtschaft sowie die Dienstleistungen erfassen.“

Ingo Tebje, wirtschafts- und umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion, setzt sich für konjunkturpolitische Maßnahmen mit Weitblick ein: „Wirtschaftspolitik muss sozial und ökologisch sein. Dafür braucht es mehr Mitbestimmung und Mitgestaltung durch die Beschäftigten und mehr Initiativen für die Transformation der gesamten Betriebslandschaft – nicht nur bei den großen Konzernen, sondern vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen. Die Unterstützung von inner- und überbetrieblicher Qualifizierung muss über neue Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen zentraler Bestandteil von Innovationsstrategien sein, gerade auch für kleine und mittlere Unternehmen. Stichworte sind hier selbstverständlich die Digitalisierung, aber auch die Einrichtung von Technikstudiengängen in Mangelfächern an Bremer Hochschulen, damit etwa Handwerker:innen in bedrohten Branchen umsatteln können. Auch an die JUB müssen wir ran. Wir wollen sie so ins öffentliche Hochschulsystem eingliedern, sodass sie einen echten Beitrag zur Transformation leistet.“

Das Strategiepapier „Wirtschaftliche Erholung nach der Covid-19-Pandemie“ sowie die dazugehörige Zusammenfassung (das Abstract) finden Sie hier.

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