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Positionspapier „Aus der Krise lernen: Eltern, Kinder und Familien in der Pandemie unterstützen – Geschlechtergerechtigkeit stärken“

Die Corona-Pandemie wirkt wie ein Brennglas auf die gesellschaftlichen Verhältnisse. Insbesondere Familien standen während des Lockdowns vor enormen Herausforderungen. Kinder litten unter dem Mangel an sozialen Kontakten und Bewegung, Eltern mussten plötzlich Beschulung und Betreuung bewältigen und ggf. mit Berufstätigkeit unter einen Hut bringen. Schulen und Kitas sind mittlerweile wieder weitgehend im Regelbetrieb und man geht nach neuesten Erkenntnissen nicht mehr davon aus, dass eine vollständige Schließung notwendig sein wird. Bei steigenden Infektionszahlen können jedoch erneute Einschränkungen notwendig werden. Die Fraktion DIE LINKE hat ein Positionspapier verabschiedet, in dem Maßnahmen aufgeführt sind, mit denen Familien und ihre Kinder während einer Pandemie sinnvoll unterstützt werden können.

Sofia Leonidakis, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, betont die Wichtigkeit von weiteren Unterstützungsmaßnahmen: „Die Familien hatten mit einer starken Belastung insbesondere zu Beginn der Pandemie zu kämpfen. Die Schließung von Spielplätzen, Kitas und Schulen war für alle Beteiligten ein harter Einschnitt. Das wird so hoffentlich nicht wieder kommen, inzwischen sind im Falle steigender bzw. konkreter Infektionen zielgerichtete und schrittweise Einschränkungen vorgesehen. Zudem hat der Senat eine Reihe von sehr guten unterstützenden Maßnahmen ergriffen, z.B. die Bereitstellung von Tablets für alle Schüler*innen und Lehrkräfte. Wir müssen die Erfahrung aus den letzten sechs Monaten nutzen und im Falle von Einschränkungen mit weiteren zielgerichteten Maßnahmen die Familien unterstützen. Ebenso müssen wir im Blick haben, dass nicht insbesondere Frauen die zusätzlich entstehende Bildungs- und Sorgearbeit übernehmen und unverhältnismäßig stark belastet werden. Wir schlagen deshalb im Falle von Einschränkungen die Schaffung eines Krisenstabes für Kinder, Geschlechtergerechtigkeit und Familien vor. Mit diesem Instrument sollen die Belange der betroffenen Gruppen als Querschnittsthema berücksichtigt und die Information über vorhandene Hilfen vereinfacht werden. Unser Positionspapier umfasst noch weitere Maßnahmen zum Distanzlernen und für Verbesserungen im Arbeitsrecht. Die letzten Monate haben gezeigt: Pandemiezeiten sind für die gesamte Gesellschaft eine große Herausforderung. Wir brauchen gezielte Konzepte, mit denen wir Gruppen, die besonders betroffen sind, z.B. Kinder und Eltern, insbesondere auch Alleinerziehende, so viel Unterstützung wie möglich anbieten.“

Das Positionspapier ‚Aus der Krise lernen: Eltern, Kinder und Familien in der Pandemie unterstützen – Geschlechtergerechtigkeit stärken!‘ mit diesen und weiteren Forderungen finden Sie hier.

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