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Bremen setzt sich für die Fortsetzung der pandemiebedingt aufgestockten Kinderkrankentage ein

 

Erwerbstätige Eltern sollen auch nach dem 23. September 2022 mehr Kinderkrankentage im Jahr zur Verfügung haben. Dafür setzt sich das rot-grün-rote Regierungsbündnis auf Initiative der Bremer Linksfraktion im Bund ein. Ihren Antrag hat die Bremische Bürgerschaft an diesem Mittwoch beschlossen.

Noch bis zum 23. September ist es für jedes erwerbstätige Elternteil auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes möglich, pro Kind für bis zu 30 Arbeitstage Kinderkrankengeld zu beantragen. Alleinerziehende erhalten für 60 Tage Kinderkrankengeld pro Kind. Bei mehreren Kindern besteht der Anspruch je Elternteil für maximal 65 Arbeitstage, für Alleinerziehende für höchstens 130 Arbeitstage. Die Regelung läuft jedoch aus.

Sofia Leonidakis, kinderpolitische Sprecherin und Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, fordert, diese Regelung zu verlängern: „Corona ist nicht vorbei und macht auch keine Pause. Schon jetzt sehen wir, dass die Infektionszahlen wieder steigen. Wir müssen uns für den Herbst wappnen und die bestehenden Regelungen weiterführen. Häufig genug erkranken Kinder und Jugendliche an Covid-19 und noch immer gibt es Einschränkungen in der Kinderbetreuung, weil sich Erzieher*innen oder Lehrkräfte angesteckt haben. Wenn die Bundesregierung die derzeitigen Regelungen nicht verlängert, reduzieren sich die Kinderkrankentage auf 10 pro Elternteil und Jahr. Das reicht angesichts möglicher Corona-Wellen im Herbst und weiterer Infektionskrankheiten, die es ja auch noch gibt, nicht aus. Der Senat soll sich daher – neben verbesserten Instrumenten im Infektionsschutzgesetz – für eine Verlängerung beim Bund einsetzen. Das ist das Mindeste, was wir für die Entlastung der Eltern tun können.“ 

Den Antrag „Für den Herbst vorsorgen – Verlängerung der Freistellungs- und
Entschädigungsmaßnahmen für Eltern“ der Fraktionen DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD finden Sie hier.

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