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Sofia Leonidakis

Keine Abschiebung von Momodou in die Existenzlosigkeit

Derzeit ist Momodou B., Aktivist aus dem Bündnis ‚Together we are Bremen‘, in Abschiebehaft. Das Bremer Migrationsamt will ihn Anfang April nach der Dublin-Verordnung nach Italien abschieben.

„Momodou hat eine Odyssee hinter sich. Seit eineinhalb Jahren ist er hier, aber ein Ankommen wurde ihm seitdem verwehrt. Jetzt will ihn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und das Bremer Migrationsamt nach Italien abschieben. Dort droht ihm mit großer Wahrscheinlichkeit Obdachlosigkeit. Wir fordern das BAMF daher auf, vom Selbsteintrittsrecht Gebrauch zu machen, um die Zuständigkeit im Asylverfahren zu übernehmen und Momodou nach dieser langen strapaziösen Zeit hier ankommen zu lassen. Das Migrationsamt muss von dieser Abschiebung Abstand nehmen. Statt Abschiebung in die Existenzlosigkeit sollten einem jungen Menschen endlich Perspektiven geboten werden. Momodou hat hier soziale Beziehungen aufgebaut, sich politisch engagiert und trotz der widrigen Bedingungen Fuß gefasst. Seit über einer Woche sitzt er in Abschiebehaft im Polizeipräsidium in der Vahr. Wir fordern seine Freilassung und den Verzicht auf die Abschiebung nach einem fragwürdigen und gescheiterten System. Die Verlagerung von Verantwortung auf die Länder an den EU-Außengrenzen ist unsolidarisch und ignoriert in vielen Fällen die schlechte menschenrechtliche Lage von Geflüchteten dort“, so Sofia Leonidakis, fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft.

Das Bündnis ‚Together we are Bremen‘ hat zu zwei Demonstrationen gegen die geplante Abschiebung aufgerufen. Heute, Donnerstag, dem 14.03., um 17 Uhr vor dem Polizeipräsidium Vahr und morgen, Freitag, dem 15.03., um 17 Uhr am Theater am Goethe-Platz.

„Wir möchten diesen Aufruf unterstützen und uns ganz deutlich mit Momodou solidarisieren. Wenn Bremen ein sicherer Hafen sein soll, müssen wir auch was dafür tun“, so Leonidakis abschließend.