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Housing First in Bremen kommt – Koalition schafft neues Angebot für Obdachlose

Housing First bedeutet: Obdachlose werden direkt in eine Wohnung vermittelt, die sich für sie eignet. Bislang ist das in Bremen nicht der Fall. Obdachlose werden überwiegend in Notunterkünfte, Schlichthotels oder betreute Wohnformen vermittelt, die von vorneherein nur als befristetes Angebot angelegt sind. Diese Angebote, die sich als Übergangsformen verstehen, werden aber häufig entweder nicht angenommen oder wieder abgebrochen. Dagegen machen immer mehr Kommunen positive Erfahrungen damit, den unmittelbaren Übergang in selbständiges Wohnen anzubieten und dafür Angebote zu schaffen. Ein gemeinsamer Bürgerschaftsantrag der Regierungsfraktionen will diesen Weg jetzt auch in Bremen realisieren.

Sofia Leonidakis, Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, erläutert das Vorhaben: „Mit dem Schritt, Housing First auch in Bremen anzubieten, nehmen wir ein modernes Konzept auf, um Obdachlosigkeit zu bekämpfen. Der Senat soll Belegrechte für geeignete Wohnungen erwerben, in die Obdachlose vermittelt werden können. Dazu gehört auch eine begleitende Betreuung. Der weit überwiegende Teil der Obdachlosen will eine Wohnung, und unselbständige Wohnformen führen meist nicht zu diesem Ziel. LINKE, Grüne und SPD fordern den Senat mit dem Antrag auf, zügig ein entsprechendes Konzept vorzulegen.“

„Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, sollen zusätzlich auch andere Initiativen vorangebracht werden, mit denen die Situation von Obdachlosen kurzfristig verbessert wird – etwa Schließfächer, Toiletten und Duschen. Die Öffnungszeiten der beheizten Aufenthaltsangebote sollen während des Winters verlängert werden und Angebote geprüft werden, die auch das Mitnehmen von Hunden erlauben. Wir wollen Obdachlosigkeit durch Housing First reduzieren und gleichzeitig bessere Bedingungen für Obdachlose schaffen, die noch nicht in Wohnungen vermittelt werden können oder wollen. Beides gehört zusammen“, so Leonidakis abschließend.


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