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Abstand muss für alle möglich sein

Seit einigen Wochen gibt es im Zuge der SARS-CoV-2-Pandemie eine Debatte über die Landeserstaufnahmestelle (LASt) in der Lindenstraße. Die Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft hat auf ihrer heutigen Sitzung eine Stellungnahme zu den Verhältnissen in der Lindenstraße und weiteren Sammelunterkünften beschlossen und Forderungen aufgestellt, die es möglich machen sollen, dass alle Menschen in Zeiten von Corona Abstand halten können.

Zum Zeitpunkt des Ausbruchs von Corona lebten in der LASt ca. 650 Menschen auf engsten Raum und unter teilweise schlechten Bedingungen. Nachdem das Sozialressort zunächst ein Besuchsverbot erteilte und Menschen mit Vorerkrankungen aus der LASt nahm, wurden mittlerweile aufgrund von zahlreichen Protesten, insbesondere der Bewohner*innen, ein Teil der Menschen in der Jugendherberge und dem Übergangsheim in der Friedrich-Rauers-Straße untergebracht. Derzeit leben noch 380 Menschen in der LASt, häufig zu dritt oder zu viert, Familien teils zu siebt in einem Zimmer.

Sofia Leonidakis, Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, kommentiert: „Wir unterstützen die Forderungen der Bewohner*innen in der Lindenstraße. Der Senat muss alles Nötige und Mögliche tun, damit alle Menschen in Bremen die Abstandsgebote einhalten können. Es darf kein Privileg sein, sich selbst gegen eine Infektion schützen zu können. Wir fordern die unmittelbare Umsetzung dezentraler Unterbringungen von geflüchteten und obdachlosen Menschen und die Schließung der LASt als Wohnunterkunft – mindestens während der Pandemie.“


Die heute beschlossene Stellungnahme der Fraktion DIE LINKE In der Bremischen Bürgerschaft, mit den entsprechenden Forderungen, befindet sich hier.


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