2. November 2018

Studentische Hilfskräfte haben mehr verdient: LINKE fordert bessere Bezahlung und Tarifvertrag

Studentische Hilfskräfte erhalten an Universität und Hochschulen in Bremen in der Regel nur den gesetzlichen Mindestlohn, obwohl sie an vielen Stellen wichtige Aufgaben in Forschung und Lehre übernehmen. In den vergangenen Jahren hat sich ihre Situation nicht verbessert. Die 1.700 studentische Hilfskräfte mussten seit 2003 deutliche Reallohnverluste hinnehmen. Im Vergleich werden sie sogar weitaus schlechter bezahlt als in Niedersachsen (9,93 Euro) oder insbesondere Berlin (12,50 Euro), wo nach intensiven Streiks inzwischen ein neuer Tarifvertrag verhandelt wurde. Auch in Bremen organisieren sich deshalb studentische Hilfskräfte und fordern wichtige Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen. Die Fraktion DIE LINKE hat für die kommende Landtagssitzung einen Dringlichkeitsantrag eingereicht, der diese Forderungen aufgreift.

Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE: „Ohne studentische Hilfskräfte wären diverse Abläufe an den Hochschulen nicht durchführbar. Schon allein deshalb darf diese große Gruppe nicht weiter von der Tarifentwicklung abgekoppelt und auf den Mindestlohn verwiesen werden. Wir fordern eine angemessene Bezahlung für studentische Hilfskräfte von 12,50 Euro und den Eintritt in Tarifverhandlungen. Denn die studentischen Hilfskräfte brauchen längere Vertragslaufzeiten und bessere Planbarkeit, klare Stellenbeschreibungen damit die Aufgaben auch wirklich der eigenen Qualifizierung dienen und regelmäßige Lohnerhöhungen. Das gibt es nur mit einem Tarifvertrag.  Umso weniger können wir nachvollziehen, dass der Senat in der Antwort auf unsere große Anfrage keine Notwendigkeit für tarifliche Regelungen sieht. Das geht an der Realität der Studierenden komplett vorbei.“

Die Initiative von studentischen Hilfskräften (TV-Stud-Bremen) hat deshalb für kommenden Mittwoch (7. November 2018) um 13:00 Uhr eine Protestaktion vor der Bremischen Bürgerschaft geplant, um zu zeigen, dass sie mit den derzeitigen Beschäftigungsbedingungen nicht einverstanden sind.

Der Antrag findet sich hier: www.linksfraktion-bremen.de/nc/buergerschaft/antraege/detail/zurueck/antraege-neu/artikel/beschaeftigungsbedingungen-fuer-studentische-hilfskraefte-verbessern-und-tarifvertrag-verhandeln/

Die Große Anfrage zum Thema findet sich hier: www.linksfraktion-bremen.de/fileadmin/user_upload/Texte_aktuell/BremischeBuergerschaft/Senatsantworten/2018/SenatsantwortStudierendenBeschaeftigung_2018.pdf