8. März 2018

Senat muss Erzieherinnenmangel endlich durch Verbesserung der Arbeitsbedingungen entgegentreten!

Der Gesamtelternbeirat hat nach Beratung durch einen Rechtsanwalt bekannt gegeben, dass Eltern bei Einschränkungen in der Betreuung ihrer Kinder einen Teil des Kita-Beitrages einbehalten können. Die Geschäftsführung des kommunalen Trägers wiederum sieht keine Grundlage für die Rückerstattung von Beiträgen.

„Über die Rechtslage gibt es zwar, wie so oft, unterschiedliche Auffassungen. Das wird juristisch zu klären sein. Schon jetzt kann man aber sagen: Auch bisher mussten die Eltern sich gerichtlich zu ihrem Recht verhelfen. Warum also nicht auch diesmal rechtlichen Beistand holen? Ich finde das nachvollziehbar. Denn es kann nicht sein, dass Kinder, Eltern und Erzieherinnen die unzureichende politische Steuerung auffangen müssen. Und vielleicht verhilft diese Maßnahme dem Senat ja zu der Erkenntnis, dass 50 praxisintegrierte Ausbildungsplätze oder Werbung nicht ausreichen werden, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Man muss den Fachkräften auch was bieten um sie gewinnen zu können. Die Arbeitsbedingungen müssen verbessert werden,- das geht in erster Linie über Personalschlüssel und Bezahlung. Bremen sollte noch vor Beginn des nächsten Kita-Jahres die Höherstufung der Erzieherinnen beschließen, alles andere wäre nahezu fahrlässig. Denn sonst würden weitere Gruppenräume leer stehen, weil das Personal fehlt. Das kann niemand wollen", so Sofia Leonidakis, kinderpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft.