29. November 2017

LINKE hakt zur Personalsituation im Ambulanten Sozialdienst weiter nach

In der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 23. November 2017 lag ein Bericht des Sozialressorts über die Personal- und Arbeitssituation im Ambulanten Sozialdienst Junge Menschen (Case Management) des Jugendamts Bremen vor. Es wurde berichtet, dass nach wie vor ein Personalunterhang besteht, ‚in Teilen weiterhin im Leistungsbereich mit Priorisierungen gearbeitet werden‘ müsse und die Arbeitssituation teilweise die fachlichen Standards weiterhin beeinträchtige. Eine konkretere Aussage zur Arbeitsbelastung ließ der Bericht jedoch vermissen. Vor einem Jahr war berichtet worden, dass ein*e Casemanager*in durchschnittlich 77 Fälle betreuen musste.

Sofia Leonidakis, kinderpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE kommentiert den Bericht wie folgt: „Die Casemanager*innen im Jugendamt tragen eine sehr hohe Verantwortung. Dies wurde durch die tarifliche Höhergruppierung endlich anerkannt. Nach Aussage des Berichts ermöglicht die Personalausstattung aber noch immer nicht, dass die gesetzlich vorgesehenen Aufgaben zeitnah erledigt werden können. Weitere Angaben zur Belastung je Casemanager*in ist der Bericht aber schuldig geblieben. Er ist sehr schwammig formuliert und verharrt in vagen Beschreibungen. Dem Senat ist aber bereits schon seit längerem bekannt, dass die durchschnittlichen Fallzahlen pro Mitarbeiter*in im Ambulanten Sozialdienst Junge Menschen viel zu hoch sind. Dadurch bleiben Aufgaben auf der Strecke und die Mitarbeiter*innen sind vollkommen überlastet. Um dem genauer auf den Grund gehen zu können, haben wir nun eine Große Anfrage dazu eingereicht.“


Die Große Anfrage ‚Wann wird das Jugendamt in die Lage versetzt, gesetzliche Aufgaben vollumfänglich und zeitnah wahrnehmen zu können?‘ findet sich hier.