27. August 2018

LINKE erfreut: Bremen erklärt sich bereit, aus Seenot gerettete Geflüchtete aufzunehmen

Die Fraktion DIE LINKE zeigt sich erfreut, dass die Fraktionen der SPD und der Grünen einen Antrag mittragen, der die Kriminalisierung der Seenotrettung verurteilt.

„Erst am Sonntag wurde das zehntägige Festhalten Geflüchteter auf der italienischen 'Diciotti' beendet. Kapitäne von Seenotrettungsorganisationen werden angeklagt, Schiffe festgesetzt. Dieses Vorgehen einiger europäischer Staaten ist inakzeptabel und es ist gut, dass der Widerstand gegen diese Kriminalisierung wächst: Durch die Bewegung für eine Seebrücke, und nun auch durch eine Mehrheit in der Bremischen Bürgerschaft“, so Sofia Leonidakis, fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.

Gleichzeitig zeigt sie sich erfreut über die Unterstützung von SPD und Grünen, aus der Seenot gerettete Geflüchtete aufzunehmen: „Allein dieses Jahr sind über 1.500 Menschen im Mittelmeer ertrunken, das Mittelmeer gehört zu den tödlichsten Grenzen überhaupt. Menschen aus Seenot zu retten ist nach internationalem Seerecht vorgeschrieben, die Behinderung dessen nicht hinnehmbar. Deswegen ist es ein ebenso notwendiges wie erfreuliches Signal, dass sich Bremen nun, ebenso wie Berlin, Köln oder Bonn, bereiterklärt, Menschen, die aus Seenot gerettet wurden, aufzunehmen. Das zeigt, dass es Städte gibt, die diese Form der Grenzabschottung nicht mittragen wollen. Das macht Hoffnung“, so Leonidakis abschließend.

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