4. August 2016

Ferienangebote für Kinder und Jugendliche bündeln und vergünstigen – Bremer Ferienpass einführen

In den Schulferien sollen Kinder und Jugendliche sich erholen, außerschulische Einrichtungen besuchen, Sport treiben, oder am kulturellen Leben teilhaben können. Es gibt in Bremen viele altersgerechte Ferienangebote von diversen Trägern, Vereinen oder Initiativen. Die finanziellen Schranken für entsprechende Freizeitaktivitäten sind allerdings teilweise beträchtlich.

In Bremen fehlt ein Ferien- und Freizeitpass für Kinder und Jugendliche, mit dem sie einen gesammelten Überblick und vergünstigten Zugang zu den Angeboten erhalten. Bremerhaven, Hamburg, Hannover, Oldenburg und viele vergleichbare Gemeinden der Region bieten solche Ferien- und Freizeitpässe für Kinder und Jugendliche an. Vor allem für Kinder aus einkommensschwachen Familien ist ein solches Angebot wichtig, deshalb muss auch die Stadtgemeinde Bremen spätestens bis zu den nächsten Sommerferien ein vergleichbares Instrument schaffen.
Aus sozialpolitischen Gründen müsste der Ferienpass für InhaberInnen des sog. Bremen Passes nach dem Bildungs- und Teilhabepaket kostenfrei und für alle anderen Kinder und Jugendlichen sehr günstig – in der Größenordnung 5 Euro – sein.

Der einzuführende Ferienpass in Bremen müsste dabei möglichst vollständig die bestehenden Angebote bündeln und weitere Möglichkeiten erschließen. Beteiligt werden sollten deshalb unter anderem:

Bremer Bäder, Landessportbund, LandesArbeitsGemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Bremen, Träger der Kinder- und Jugendhilfe, Bremer Jugendring, Bürgerhäuser, Musik- und Volkshochschule, Museumsverband Niedersachen und Bremen, Handelskammer.

Viele der möglichen KooperationspartnerInnen sind bereits anerkannte Träger des Bildungs- und Teilhabepaketes. Der administrative Aufwand für das zusätzliche Angebot des Ferienpasses dürfte deshalb überschaubar sein.
Eine Abstimmung mit anderen Gemeinden wäre ebenfalls denkbar und sinnvoll, diese könnte im Rahmen der Metropolregion Nordwest realisiert werden.

Die Bürgerschaft (Stadtbürgerschaft) möge beschließen:

Der Senat wird aufgefordert
1. Bis zum April 2017 ein Konzept vorzulegen, um in der Stadtgemeinde Bremen einen Ferienpass mit altersgerechten Angeboten für Kinder und Jugendliche einzuführen, der bestehende Angebote übersichtlich und möglichst vollständig bündelt und weitere Kooperationen anregt und erschließt.
2. Mit möglichen KooperationspartnerInnen in Verhandlungen zu treten, um für InhaberInnen des Ferienpasses möglichst weitgehende Vergünstigungen zu den Angeboten zu erzielen, die spätestens ab den Sommerferien 2017 greifen sollen.
3. Die Bürgerschaft möglichst frühzeitig über die konkrete Ausgestaltung und Finanzierung des Projektes zu informieren.

Cindi Tuncel, Sofia Leonidakis, Kristina Vogt und Fraktion DIE LINKE.