16. Oktober 2017

Spielplätze endlich sanieren, ausbauen und verbessern!

Im Sommer haben Abgeordnete der Linksfraktion eine Spielplatztour in Bremen-Nord gemeinsam mit LINKEN Ortsbeirät*innen durchgeführt. Die Befunde waren sehr unterschiedlich: Von einem großen, gut instandgehaltenen Spielplatz mit Spielangeboten für Kinder unterschiedlichster Altersgruppen und einem Spielhaus, das Kindergruppen, Kinderbackstube, Eltern- und Sprachkurse und ein Café bereithält, bis hin zu verschmutzten Spielplätzen mit teilweise abmontierten Spielanlagen, zugewucherten Sandspielflächen, maroden Holzspielgeräten und einem hausnahen so genannten Spielplatz, der den Namen nicht verdient. Nach diesen teils erschreckenden Besichtigungen vor Ort und Zustandsberichten der Verwaltung hat die Fraktion DIE LINKE nun einen Antrag zur Sanierung und Verbesserung der Spielplätze in Bremen eingereicht.

„Es gibt viel zu wenige Kinderspielplätze in Bremen. Die eigene Richtlinie von drei Quadratmeter Spielplatzfläche pro Kind kann der Senat bei Weitem nicht bereitstellen. Dazu kommt, dass die Qualität der bestehenden knappen Spielflächen sehr zu wünschen übrig lässt. Wenn die Hälfte der Spielplätze in keinem guten Zustand ist, dann läuft hier etwas gewaltig schief", bemängelt Sofia Leonidakis, kinderpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.

„Eine Stadt sollte nicht nur Platz für Straßen, Wohnbebauung oder Gewerbe bieten, sondern auch für die kleinsten Bewohner*innen. Kinder brauchen Platz für Spiel und Bewegung, und sie haben einen Anspruch auf sichere, altersgerechte und inspirierende Spielplätze. Wir fordern deshalb einen Zeit-Maßnahmen-Plan, der eine schnellere Sanierung vorsieht. Die notwendige Sanierung vieler Spielplätze ist die Chance, nicht nur das Bestehende fortzusetzen, sondern auch weiter zu entwickeln. Viele Spielplätze haben nur Angebote für begrenzte Altersgruppen. Wir wollen, dass die Spielplätze mit altersübergreifenden Spielangebote ausgestattet sind, schließlich kommt es vor, dass Familien Kinder in unterschiedlichem Alter haben. Zudem sollen auf mehr Spielplätzen, insbesondere in ärmeren Ortsteilen, Spielhäuser errichtet werden. Dieses Erfolgsmodell ist nach wie vor die absolute Ausnahme in Bremen, das sollte sich ändern", so Leonidakis weiter.

„Wir haben einen enormen Sanierungs- und Entwicklungsstau bei den Bremer Spielplätzen. Und wer kann besserer Experte sein in Fragen der Weiterentwicklung als die Kinder selbst? Die Kinder in den Nachbarschaften sollten daher einbezogen werden in die Ausbauplanung der öffentlichen Spielplätze. Wir fordern daher eine Ausweitung der sogenannten Spielleitplanung auf alle Stadtteile, so Leonidakis abschließend.