12. Februar 2015

Solidarität mit Griechenland und SYRIZA

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Am 25. Januar 2015 haben die Griechinnen und Griechen eine Seite in den Geschichtsbüchern umgeblättert und mit SYRIZA eine Partei an die Regierung gewählt, die sich konsequent gegen die bisherige katastrophale Kürzungspolitik der so genannten Troika - bestehend aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) -wendet.

Die Eurogruppe will Griechenland den Geldhahn zudrehen, weil die demokratisch gewählte Regierung sich nicht mehr dem Kürzungsdiktat beugen will. Gegen diese Erpressung und gegen die unmenschliche Kürzungspolitik haben gestern Bremerinnen und Bremer vor dem EuropaPunkt - ebenso wie Hunderttausende in Athen, New York, Amsterdam, Berlin oder Rom - Solidarität mit SYRIZA gezeigt, für Demokratie und Gerechtigkeit in Griechenland und Europa!

„Griechenland hat bisher als Experimentierlabor für extremste Kürzungen gedient. Die Folge ist die größte Rezession eines europäischen Landes seit dem Zweiten Weltkrieg“, so Sofia Leonidakis, eine der beiden SprecherInnen der Bremer Basisgrupe der Europäischen LINKE (EL).

„SYRIZAS Antworten der Umverteilung von oben nach unten sind auch für Europa die Hoffnung, der Spaltung Europas in Arm und Reich, in Mächtig und Abhängig zu stoppen. Griechenland braucht daher unsere Solidarität- für ganz Europa“, fordert die Linkspartei-Politikerin.

Aus Anlass der gestrigen Demo haben die Mitglieder der Bremer EL ein Flugblatt herausgegeben, das Sie hier (deutsch oder englisch) downloaden können. 

Darüber hinaus haben die Anwesenden dem Leiter des Bremer EuropaPunktes, Horst Seele-Liebetanz, ein Positionspapier übergeben.

Er wird diesen Flyer an die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa, Ulrike Hiller, weiterleiten.

Hier das Video zur Demo.

[mh: Text, Fotos, Film]

Auszug aus der Rede von Sofia Leonidakis:

 

 

"Ist Griechenland auf einem guten Weg, wie Merkel & Co behaupten, wenn Hunderttausende GriechInnen Jobs und Existenzgrundlage verloren haben, wenn fast 30 Prozent und unter jungen Menschen fast 60 Prozent arbeitslos sind, wenn 40% der Kinder unter der Armutsgrenze leben, wenn 3 Millionen Menschen sind nicht krankenversichert sind?

Wir sagen NEIN, das ist eine humanitäre Katastrophe!
Auch SYRIZA sagt Nein, und will zu recht neu verhandeln.
Giannis Superstar Varoufakis jettet dafür durch Europa. Aber Madame und Monsier NO - Merkel+Schäuble - sagen weiterhin: Friss oder stirb. Geschluckt werden soll ein Giftcocktail aus weiteren Sozialkürzungen und Privatisierungen. Denn Madame und Monsieu NO glauben an eine neue Religion: Die der schwarzen Null. In Griechenland bedeutet das Kürzen bis zur Zerstörung, in Deutschland heißt das Schuldenbremse... Wir wollen stattdessen ein Leben in Würde, Existenzsicherung, Jobs, Zukunft - für Alle!"

Wir haben dem Leiter des EuropaPunkt Bremen unser Positionspapier überreicht, das er freundlicherweise an die Europäische Kommission weiterleiten wird.