5. Januar 2017

Beschäftigte und Kapazitäten in der Betreuung Geflüchteter

Die verstärkte Zuwanderung von Geflüchteten hat in vielen Bereichen zu zusätzlichen Stellen und mehr Personal
geführt.

Dieser begrüßenswerte Zuwachs an Beschäftigung und sozialer Infrastruktur vollzieht sich zum Teil jedoch
in prekären Arbeitsverhältnissen und mit gegenüber
der sonstigen sozialer Arbeit abgesenkten
Standards.

Im April hat die Bürgerschaft das Tariftreue- und Vergabegesetz dahingehend geändert, dass bei nicht binnenmarktrelevanter Auftragsvergabe Tariftreue bindend ist. Für Dienstleistungen sollte dies perspektivisch auch erreicht werden.

Die Frage, ob im stark gewachsenen Bereich der Flüchtlingsbetreuung Tarife eingehalten werden und welche Rahmenregelungen für die Arbeitsverhältnisse vorgeschrieben werden, entspricht genau diesem Anliegen.

Viele Beschäftigte sind darüber hinaus verunsichert, was mit ihren Stellen und ihren Einrichtungen geschehen wird, wenn die Zugangszahlen sinken und Einrichtungen nicht mehr ausgelastet sind. Dabei muss aber die Erfahrung berücksichtigt werden, die alle Kommunen in den letzten Monaten gemacht haben, dass nämlich hohe Kosten entstehen, wenn unzureichende Kapazitäten vorgehalten werden und dann ggf. in sehr kurzer Zeit nachgerüstet werden müssen. 

Vor diesem Hintergrund hat DIE LINKE ein Anfrage eingereicht. Der Senat soll unter anderem mitteilen, wie hoch der Anteil befristeter Verträge bei den Beschäftigten ist, ob er die Schließung von Unterkünften plant, die nicht mehr ausgelastet sind und ob es Überlegungen des Senats gibt, (Not-)Einrichtungen für unbegleitete Minderjährige in reguläre Jugendhilfeeinrichtungen zu überführen.

Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den kompletten Fragenkatalog einsehen möchten.

In Verbindung stehende Artikel:
Quelle: http://www.sofia-leonidakis.de/politik/aktuelles/detail/artikel/beschaeftigte-und-kapazitaeten-in-der-betreuung-gefluechteter-1/